Die Neugier, die Pferdekultur weltweit zu entdecken, lässt mich nicht los. Deshalb bin ich ganz heiß auf Argentinien und die Gauchos natürlich. So folge ich einer Einladung, das Esteros del Iberá zu be-Reiten mit einem echten Gaucho an meiner Seite, selbstredend sofort.

Es ist das zweitgrösste Marschland der Welt. Mit Pferden kann man dort nur durchschwimmen, vorbei an Seerosen, Capybaras und Hirschen.
Unser Gepäck wird in einer Nussschale transportiert und am Abend gibt es feinstes Essen, Lagerfeuer, Geschichten und Wein, Unmengen von Sternen und Glühwürmchen auch.
Aber wo ist das jetzt nochmal genau? Achso…das ist ja voll im Norden, an der Grenze zu Paraguay. So macht das doch mehr Sinn nach Asuncion (Hauptstadt von Paraguay) zu fliegen und mich von dort mit Bus&Bahn nach Corrientes durchzuschlagen?!

Der Plan funktionierte reibungslos und schon am Abend bin ich am Ziel.
Diese Reise war unspektakulär, keine grosse Aufregung und nichts sensationelles ist mir geschehen. Aber vermutlich war es genau das…ich habe mich richtig erholt und war nicht völlig fertig, als ich heimkam, sondern reich an einer neuen Welt, neuen Eindrücken und Emotionen. Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt und so viel Spass mit ihnen gehabt, menschlich war alles ganz einfach und unkompliziert. Es hat mir Vergnügen bereitet mich nicht anzustrengen, sondern einfach zu geniessen. Ich bin immer noch erstaunt

Die Gauchos sind megaEcht. Sie sind Nachkommen der Guarani und sprechen ihre eigene Sprache, pflegen ihre Kultur stolz und hingebungsvoll. Sie sind sehr respektvoll zu uns und der Natur gegenüber. Und ihre Criollos sind ganz wunderbare Pferde. So gute Schwimmer und so stark, obwohl gar nicht so gross, ausgeglichene und freundliche Wesen.

Wir haben unglaublich viele tolle Tiere und Vögel gesehen, Caymane und Fische. Wie im Zoo, nur ohne Zoo. Die Region ist so lebendig und freundlich, dass ich es Euch natürlich zeigen möchte.

bis ganz bald, Eure Eva